Beziehung Retten - Die Beziehungskrise überwinden

Mit 7 Schritten deine Beziehung retten

Du steckst mitten in einer Beziehungskrise und das Gefühl der Verzweiflung, Hilflosigkeit und der Angst deinen Partner zu verlieren, wird von Tag zu Tag stärker?
Mit diesen Gefühlen bist du nicht alleine. Viele Pärchen durchleben eine Beziehungskrise und irgendwann droht die Beziehung zu scheitern. Doch das muss nicht immer der einzige Ausweg sein. Im Internet kursieren viele Tipps und Strategien, wie du deine Beziehung retten kannst.
Durch unsere langandauernden Recherchen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, können wir dir praxiserprobte Tipps mit auf den Weg geben.
Wir erklären dir in 7 Schritten, wie du deine Beziehung retten und eine Beziehungskrise vorbeugen kannst.

Schritt 1: Einsicht - Der erste Weg zur Besserung

Der aller erste Schritt ist bereits schon getan. du hast eingesehen, dass zwischen dir und deinem Partner etwas schiefläuft. Du suchst explizit nach einer Lösung, um deine Beziehung retten zu können. Das sagt über dich aus, dass dir etwas an deinem Partner liegt und dass du bereit bist, etwas zu ändern, um wieder eine harmonische Beziehung führen zu können. Denn das ist nicht selbstverständlich. Viele Paare während einer Krise wollen gar nicht wahrhaben, dass etwas verkehrt läuft und dass sie selber etwas ändern müssen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Häufig wird dem Anderen die Schuld für alles zugeschoben und dann ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Doch es gibt auch einen anderen Ausweg.

Natürlich gehören in einer Beziehung immer zwei dazu, die einen Teil der Verantwortung für das Scheitern tragen. Doch anstatt sich gegenseitig Vorwürfe und Schuldzuweisungen an den Kopf zu werfen, sollte man der Ursache der Beziehungskrise auf den Grund gehen. Es spielt erstmal keine Rolle, wer etwas falsch gemacht hat und wer die Schuld trägt. Fakt ist, dass die Beziehung aus dem Gleichgewicht geraten ist und dass etwas getan werden muss, um das Gleichgeweicht wiederherzustellen. Der erste Ansatz, um deine Beziehung retten zu können ist, dass du die Initiative ergreifst und dir darüber im Klaren bist, dass bisher einiges in deiner Beziehung schiefgelaufen ist. Denn es heißt ja schließlich: „Der erste Weg zur Besserung ist die Einsicht.“

Schritt 2: Selbstreflexion - Wo stehe ich in der Beziehung?

Nachdem du dir bewusst gemacht hast, dass es nicht gut um deine Beziehung steht und du etwas ändern musst, damit du deine Beziehung retten kannst, kommen wir zum nächsten Schritt. Du sollst nun dich und deine Situation möglichst objektiv reflektieren. Zu deinem Vorteil wäre es, wenn du alle Punkte auf einem Zettel notierst. So kannst du sie dir jederzeit vor Augen führen. Wenn notwendig, kannst du auch andere Leute wie Freunde oder Familie miteinbeziehen, wenn es darum geht, persönliche Fragen zu beantworten.

1. Wie ist mein eigenes Wohlbefinden?

Besonders in Krisenzeiten einer Beziehung vergisst man schnell, an sich selbst zu denken. Man ist frustriert über die derzeitige Situation und man verbringt viel Zeit damit, sich den Kopf über den Partner zu zerbrechen. Dabei vernachlässigt man das eigene emotionale Wohlergehen. Das Selbstwertgefühl schrumpft durch Auseinandersetzungen mit dem Partner und Vorwürfen, die man sich selber unterstellt. Man beginnt, an sich zu zweifeln: „Warum bin ich so sentimental und sensibel?“ „Vielleicht gäbe es viel weniger Probleme, wenn ich nicht so wäre, wie ich bin.“ Diese Gedanken solltet du dir auf der Stelle aus dem Kopf schlagen. Du solltest dir stets vor Augen halten, dass du gut so bist, wie du bist. Schätze Deine Eigenschaften an dir, denn keiner ist so wie du. Versuche, dir eine Pause zu nehmen und durchzuatmen. Tu dir etwas Gutes, indem du zum Beispiel ein entspannendes Bad nimmst oder einen Abendspaziergang an der frischen Luft unternimmst.

2. Wieso möchte ich meine Beziehung retten?

Mache dir selber bewusst, wieso du die Beziehung retten willst. Halte dir die Gründe ganz deutlich vor Augen. Oder noch besser: Schreibe sie dir auf. Denn wenn du dich stets daran erinnerst, wieso du die Beziehung retten möchtest, wirst du die Hoffnung nicht verlieren und weniger Zweifel haben. Beginne zum Beispiel so: „Ich möchte meine Beziehung retten, weil es niemanden gibt, der meinen Partner ersetzen könnte.“, „…weil mein Partner mit mir die komplette Twilight-Saga geschaut hat.“ Und so weiter. Dabei steht dir ganz offen, welche Gründe du aufzählst: Ob er dir die Füße massiert, oder dir des öfteren Blumen mitgebracht hat. Zähle alles auf, was gute Erinnerungen in dir hervorruft oder Gründe sind, warum du mit deinem Partner zusammen bist. Ganz gleich, ob er diese Dinge heute immer noch tut oder nicht. So kannst du neue Kraft schöpfen und dich weiterhin motivieren, deine Beziehung retten zu wollen.

3. Was sind meine persönlichen Stärken & Schwächen?

Du solltest jetzt zu einem Stift und Papier greifen, damit du deine persönlichen Stärken und Schwächen auflisten kannst. Denn bevor du das bevorstehende Gespräch mit deinem Partner führst, ist es vorteilhaft, wenn du mit dir selber im Klaren bist. Du kannst vielleicht auch besser nachvollziehen, was deinen Partner an dir stört und wieso du so manche Verhaltensweisen dir angeeignet hast. Versuche, so ehrlich und objektiv wie möglich zu sein. Hierbei könnte es dir weiterhelfen, wenn du jemanden einbeziehst, der das Ganze von einem neutralen Standpunkt betrachten kann. Frage zum Beispiel einen guten Freund oder eine gute Freundin nach deinen Stärken und Schwächen.

Beispiel: „Ich bin ein guter Zuhörer.“, oder „Ich werde schnell wütend.“

4. Wie fühle ich mich mit der Situation?

Mache dir Gedanken darüber, wie es dir mit der derzeitigen Situation in deiner Beziehung geht. Natürlich bist du unzufrieden mit deiner Situation, sonst würdest du nicht deine Zeit auf dieser Homepage verbringen, sondern wahrscheinlich mit deinem Partner. Aber versuche, darüber hinaus zu beurteilen, welche Gefühle diese Situation in dir auslöst. Fühlst du dich hängengelassen, verletzt oder nutzlos? Bist du verzweifelt, einsam oder frustriert? Oder fühlst du dich gar respektlos und von oben herab behandelt? Denn diese Gefühle können dein Handeln und Verhalten gegenüber deines Partners beeinflussen. Vielleicht fühlst du dich so, weil du deinem Partner genau die gleichen Gefühle gibst? Gehe in dich hinein und finde heraus, welche Gefühle sich in dir verbergen. Es ist wichtig, dass du deine Gefühle deinem Partner im bevorstehenden Gespräch mitteilst, damit er sich in deine Lage hineinversetzen und dir mit Verständnis entgegenkommen kann.

5. Was habe ich falsch gemacht?

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt der Selbstreflexion ist, dass du dir deine eigenen Fehler eingestehst. Klar, niemand gibt gerne zu, einen Fehler gemacht zu haben. Aber zu einer Beziehung gehören immer zwei und natürlich ist niemand perfekt. Da kann es auch schonmal vorkommen, dass man dem anderen verletzende Worte vor den Kopf knallt. Darum ist es wichtig, zu deinen Fehlern oder falschen Verhaltensweisen zu stehen und offen damit umzugehen. Denn nur so kannst du sie erkennen und dein Verhalten in Zukunft ändern.

Es geht nicht darum, die Fehler beim anderen zu suchen, denn jeder trägt die eigene Verantwortung für seine Verhaltensweisen. Konzentriere dich nur auf dich. Erinnere dich an Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen euch und versuche, diese so neutral wie möglich zu betrachten. Wie gehe ich mit Streitsituationen um? Was habe ich in der Situation falsch gemacht und wie hätte ich besser handeln können, um einen Streit zu verhindern? Vielleicht erkennst du ja auch ein Verhaltensmuster von dir, das dir zuvor nie aufgefallen ist und das du ändern möchtest. Wirst du schnell wütend und verletzt deinen Partner mit Worten? Oder blockst du völlig ab und strafst deinen Partner mit Schweigen? Zeigst du dich deinem Partner gegenüber einsichtig, wirst du feststellen, dass er das gleiche tun wird.

6. Was habe ich gut gemacht?

Klar hast du auch nicht immer alles falsch gemacht in der Beziehung. Man gibt sich schließlich auch Mühe, es dem anderen recht zu machen, auch wenn es manchmal nicht funktioniert. Du sollst nun herausfinden, was du deiner Meinung nach in deiner Beziehung gut gemacht hast. Vielleicht wurde es von deinem Partner gar nicht wahrgenommen. Wenn du diesen Punkt im Gespräch mit deinem Partner ansprichst, wird er dich bestärken. Das hat zur Folge, dass du gerne Gutes für die Beziehung und deinen Partner tust.

Beispiel: „Ich bringe regelmäßig den Müll raus.“, oder „Ich koche sehr oft dein Lieblingsessen.“

Tipp: Lobe deinen Partner für seine positiven Taten, und er wird mehr Gutes für die Beziehung tun. 

7. Wie nimmt mich mein Partner wahr?

Was denke ich, wie mich mein Partner mich wahrnimmt? Welche positiven und negativen Eigenschaften sieht er in mir? Gibt es Dinge, die ihn an mir stören? Dies sind die nächsten Fragen, die du dir stellen solltest. Mit der Beantwortung kannst du dich auf das künftige Gespräch mental vorbereiten. Du kannst deine Gedanken mit deinem Partner teilen und dich anschließend nach seiner Wahrnehmung erkundigen. Außerdem merkt dein Partner, dass du dir ernsthafte Gedanken über eure Beziehung gemacht hast, was wiederum positiv ankommen wird.

Beispiel: „Ich denke, mein Partner nimmt mich als zuverlässige und hilfsbereite Person wahr.“, „Ich denke, ihn stört an mir, dass ich mich zu wenig am Haushalt beteilige.“

8. Was vermisse ich in meiner Beziehung, was ist mir wichtig?

Viele glückliche Paare verbringen viel Zeit miteinander, indem sie viel gemeinsam unternehmen und vieles miteinander teilen. Doch so manche driften auch mal auseinander und machen nur noch ihr eigenes Ding, was dann zur Routine wird. Nun bist du an der Reihe, eine Liste mit Dingen zu erstellen, die dir in deiner Beziehung fehlen und dir aber sehr wichtig sind. Ist es die Zeit, die euch fehlt? Oder die gemeinsamen Unternehmungen? Oder gar das Liebesleben? Fehlt es dir, dass dein Partner abends für dich kocht oder dir ein Kompliment macht? Bestimmt fallen dir ein paar Dinge ein, die dir wichtig sind und die du vermisst. Diese Dinge solltest du auch deinem Partner offenbaren. Er wird merken, dass dir noch etwas an ihm liegt und dass er dir nicht egal ist. Ihr müsst dafür beide bereit sein, Kompromisse einzugehen und Rituale einzuführen.

9. Was möchte ich ändern?

Ein grundlegendes Fundament, um deine Beziehung retten zu können ist, dass du Änderungen vornimmst. Du hast schließlich eingesehen, was alles in eurer Beziehung schiefgelaufen ist. Nun musst du wirklich darüber nachdenken, was du an deiner Beziehung verändern möchtest. Deine Verhaltensweisen und die deines Partners, eure Tagesabläufe und vieles mehr sollten bei den Veränderungen inbegriffen sein. Bevor du dazu kommst, dein Vorhaben umzusetzen, solltest du unbedingt deinen Partner miteinbeziehen. Ihr könnt in eurem Gespräch gemeinsame Ziele setzen und diese gemeinsam umsetzen.

Schritt 3: Partneranalyse - Wie tickt mein Partner?

Nachdem du Klarheit über deine eigene Gefühlswelt und über deine eigene Persönlichkeit geschaffen hast, gehen wir über zu dem nächsten Schritt. Es ist von großer Bedeutung, dass du dir für diesen Schritt wirklich Zeit nimmst und ihn gewissenhaft ausführst. Denn die Analyse des Partners ist ein fundamentaler Baustein, um die Beziehung zu retten und die Beziehungskrise gemeinsam zu überwinden.

Wir haben dir eine Hand voll Fragen aufbereitet, die dir helfen werden, deinen Partner und die schwierige Situation in deiner Beziehung zu analysieren. Nimm dir einen Stift und Blatt Papier zur Hand und beantworte dir die folgenden Fragen so ehrlich und objektiv wie möglich. Es ist schwierig, besonders während einer Beziehungskrise, diese Fragen wirklich objektiv zu beantworten. Dennoch solltest du versuchen, deine Gefühle für diesen Schritt außen vor zu lassen. Denn gerade im Streit oder in schwierigen Situationen in einer Beziehung überdecken unsere eigenen Gefühle das Mitgefühl für den Partner, was zur Folge trägt, dass man den Partner nicht mehr neutral betrachten kann.

Fragen zur Partneranalyse, um die Beziehung retten zu können:

Die Liebe allein versteht
das Geheimnis,
andere zu beschenken
und
dabei selbst reich
zu werden.

Clemens von Brentano

1. Was sind die positiven Eigenschaften meines Partners?

Überlege dir alle positiven Eigenschaften an deinem Partner. Auch persönliche Eigenschaften von denen du denkst, dass sie ihn zu jemand Besonderen für dich machen. Liste alle seine Stärken auf einem Blatt Papier auf.
Denn gerade in einer Beziehungskrise verliert man oft die guten Vorzüge des Partners aus den Augen.
Beispiel: „Ich finde, mein Partner ist ein sehr guter Zuhörer.“ „Mein Partner ist verständnisvoll und hilfsbereit.“

2. Was denke ich, wie es meinem Partner mit der Situation geht?

Die momentane Situation ist sicher für keinen der Beteiligten in der Beziehung einfach. Doch fokussiere dich nun komplett nur auf deinen Partner. Wie glaubst du, fühlt er sich in dieser schwierigen Zeit zwischen euch?
Beispiel: „Ich denke, mein Partner fühlt sich einsam und vernachlässigt von mir.“
Versuche die Gefühle deines Partners vollständig nachzuvollziehen, um ihm im späteren Gespräch zu signalisieren, dass du dich auch mit seinen Gefühlen beschäftigt hast und versuchst diese nachzuempfinden.

3. Wie geht mein Partner mit Konflikten um?

Mache dir Gedanken, wie dein Partner mit Konflikten innerhalb der Beziehung umgeht. Versuche auch einen Kontrast zu erstellen, wie er in der vorherigen Zeit mit Konflikten umgegangen ist und wie er es jetzt macht. Ist er aufbrausender und wird schneller wütender als früher? Ist er dir gegenüber weniger respektvoll und behandelt dich von oben herab? Oder reagiert er abblockend und versucht sogar, jeglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen?
Es ist wichtig, dass du sein Konfliktverhalten wirklich genau analysierst und überdenkst, damit du weißt wie du im klärenden Gespräch vorbereitet bist und kühlen Kopf bewahrst. Dadurch trittst du ihm später souveräner und vorbereiteter gegenüber und findest schneller den Kontakt zu ihm, um dein Anliegen anzusprechen.

4. Was stört mich an dem Verhalten meines Partners?

Was empfindest du als störend an dem Verhalten deines Partners? Erörtere, was dich an seinem Verhalten stört. Dabei ist es vorerst egal, ob es Angelegenheiten sind, die du bereits angesprochen hast oder Streitpunkte, die du noch nicht gewagt hast anzusprechen, um die Beziehung nicht weiter zu belasten.
Liste für dich ganz alleine alle Aspekte auf, die du als störend empfindest. Lass dich dabei nicht von Wut oder anderen Emotionen leiten, sondern tu dies bitte ganz objektiv. Besonders an solchen Übungen merkt man oft, dass es doch gar nicht so viele Störungen innerhalb der Beziehung gibt, wie man es sich sehr oft einredet, wenn man sauer ist.

5. Was hat mein Partner in der Beziehung gut gemacht?

Nachdem du dir bewusst gemacht hast, was dich an dem Verhalten deines Partners stört, ist es nun wichtig, dass du dir überlegst, was er alles in der Beziehung gut gemacht hat. Reflektiere eure gemeinsame Zeit in der Beziehung und erinnere dich an alle gute Taten, die dein Partner zur Beziehung beigetragen hat. Dabei darfst du nicht differenzieren, ob er dich mit einem romantischen Abendessen überrascht hat oder auf den Fußballabend verzichtet hat, als es dir schlecht ging.
Liste einfach alles auf, was dir in den Kopf strömt, wenn du darüber nachdenkst.

6. Was ist meinem Partner wichtig in der Beziehung?

Betrachte deine Beziehung einmal aus der Vogelperspektive. Denk an deinen Partner und überlege dir, worauf er besonders viel Wert in der Beziehung legt. Ist es ihm besonders wichtig, dass ihr viele Momente der Zweisamkeit gemeinsam genießt? Oder ist ihm wichtig, dass er viel eigenen Freiraum in eurer Beziehung hat?
Notiere dir jeden Aspekt, von dem du glaubst, dass es deinem Partner in eurer Beziehung wichtig ist, egal wie banal er auch klingen mag.

7. Was macht meinen Partner glücklich?

Oft verliert man gerade in Beziehungskrisen den Fokus darauf, was den Partner früher glücklich gemacht hat. Obwohl man es doch ganz genau weiß, gerät es gerade dann sehr schnell in Vergessenheit. Es ist fundamental, dass du dir bewusst machst, was deinen Partner glücklich macht oder gemacht hat.
Denn besonders in Krisenzeiten ist es wichtig, dass der Partner fühlt, dass sich sein Gegenüber bemüht, ihn glücklich zu sehen.
Freut er sich vielleicht über ein nettes Kompliment oder einen Strauß Blumen? Oder macht ihn ein gemeinsames Abendessen im Restaurant glücklich?
Liste alles auf, was deinem Partner eine Freude bereitet und behalte es im Hinterkopf.
Dadurch wirst du im späteren Verlauf der Beziehung punkten können und signalisieren, dass es dir wichtig ist, deinen Partner glücklich zu sehen und die Beziehung mit neuen glücklichen Momenten zu beleben.

8. Wie gehe ich auf meinen Partner zu?

Die letzte Frage, die du dir selber über deinen Partner stellen solltest ist, wie du ihn am besten zu einem Gespräch bewegst. Du hast dir bereits Gedanken über sein Konfliktverhalten gemacht. Nun musst du eigene Erfahrungswerte aus der früheren Zeit in der Beziehung einbringen und für dich überlegen, wie du am besten auf ihn zugehen kannst. Ist dein Partner besonders empfänglich nach dem Abendessen und einem Glas Wein? Oder bei einem ausgelassenen Sonntagsspaziergang im Park?
Zum genauen Gesprächsablauf geben wir dir im Schritt 5 Hilfestellung. Überlege dir  vorerst, wann er am zugänglichsten ist und mit welchen Worten du ihn besonders bewegst und empfänglich machst.

Schritt 4: Ursachen ausfindig machen - Wie kam es zu der Krise?

Es gibt in der Regel drei Gründe, wieso ein Paar sich dazu entscheidet, getrennte Wege zu gehen. Oder auch versuchen die Beziehung zu retten. Die Partner haben keine Zeit mehr füreinander, sie leben aneinander vorbei oder es fand sogar ein Seitensprung statt. Natürlich ist jede Beziehung individuell und es gibt eine Vielzahl von Ursachen Auslösern für eine Beziehungskrise. Doch im Endeffekt führen diese in den meisten Fällen auf die genannten Gründe zurück. Nun ist es deine Aufgabe, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, welche der drei Gründe für eine gescheiterte Beziehung auf dich und deinen Partner zutreffen. Denn nur, wenn du die Ursachen und Auslöser kennst, kannst du ansetzen, um deine Beziehung retten zu können. Zusammenhänge zwischen den einzelnen Punkten sind nicht ausgeschlossen.

1. Keine Zeit füreinander 

Der erste Grund für eine gescheiterte Beziehung ist, dass beide oder einer von beiden keine Zeit hat, bzw. sich keine Zeit nimmt. Häufige Ursachen sind Stress und viel zu tun an der Arbeit und – traurig aber wahr – Kinder. Wer Kinder hat, kennt das Problem vielleicht. Vor allem am Anfang verbringt die Mutter jede freie Minute damit, sich um ihr Kind zu kümmern und der Papa kommt dabei oft zu kurz. Häufig wird der dann der geringen Anteilnahme bezichtigt und die Mutter als überfürsorglich. Das bedeutet aber nicht, den Kinderwunsch von der Liste zu streichen oder die Beziehung komplett aufzugeben. Denn auch für derartige Probleme gibt es eine Lösung.

Wenn du merkst, dass Zweisamkeit, gemeinsame Unternehmungen und Konversation schon lange keine Themen mehr in eurer Beziehung sind, und du dich einsam, vernachlässigt, überlastet, kraftlos und ausgelaugt fühlst, fehlt euch die gemeinsame Zeit. Auch ein vernachlässigtes Sexualleben, andauernde Streitigkeiten und das Gefühl, die Beziehung bzw. der Partner hat keine Priorität mehr, sind Anzeichen für eine vernachlässigte Beziehung.

2. Entfremdung

Ein weitere Ursache für eure tote Beziehung ist die Entfremdung. Das bedeutet so viel wie, ihr habt euch auseinander gelebt und ihr kommt euch im Laufe der Zeit immer fremder vor. Du schaust deinen Partner an und fragst dich: „Wer ist diese Person überhaupt? Kenne ich sie wirklich?“ Das hat nichts mit Amnesie zu tun, sondern ist ein häufiges Merkmal für eine Entfremdung.

Doch warum entfremdet man sich?
Ursachen hierfür können die geistige Weiterentwicklung des Partners sein, ohne dass der andere davon etwas mitbekommt. Das heißt, der Andere entwickelt sich nicht mit seinem Partner. Hier erkennst du vielleicht einen Zusammenhang zum ersten Punkt, denn auch wenn man keine Zeit füreinander hat, kann es durch zu wenig Kommunikation zu einer Entfremdung kommen.

Doch selbst wenn man Zeit füreinander hat, lassen viele eine wichtige Grundlage für eine gesunde Beziehung aus: Das Engagement. Man hat schon lange die Lust verloren, etwas für den Partner und die Beziehung zu tun. Der Alltagstrott und die tägliche Routine in der Beziehung führen dazu, dass das Paar nicht mehr miteinander kommuniziert und sich nach und nach fremd wird. Eine fatale Verhaltensweise ist hierbei, alles für selbstverständlich zu nehmen, den Partner für selbstverständlich zu nehmen. Denn dann kommt es nicht mehr dazu, den Partner immer wieder aufs Neue ein Stück kennenzulernen. Das ist nämlich sehr wichtig, um die Beziehung am leben zu halten.

Erkennst du deine Beziehung wieder?
Fehlen dir die Kommunikation, die gemeinsamen Gesprächsthemen, die emotionale Nähe, die Geborgenheit, die Vertrautheit? Du hast die Lust verloren, mit deinem Partner zusammen zu sein? Dein Partner kommt dir fremd vor, ihr streitet euch oft und du siehst ihn sogar als Störfaktor an? Dann handelt es sich bei euch eindeutig um eine Entfremdung.

3. Seitensprung

Kommen wir nun zum heikelsten Punkt: Dem Seitensprung. Bei diesem Thema wirst du dir wahrscheinlich am unsichersten sein, ob es überhaupt noch Sinn macht, mit deinem Partner zusammenzubleiben. Das musst du nun für dich herausfinden. Ob du der Fremdgeher bist, oder dein Partner, ist erstmal egal. Die folgenden Punkte kannst du auf beide Gegebenheiten schließen.

Es gibt zwei Arten vom Fremdgehen: Der notorische Fremdgeher und der einmalige Seitensprung. Das notorische Fremdgehen stellt allerdings ein größeres Problem dar, da es tiefere Beweggründe haben könnte und eventuell nicht ohne professionelle Hilfe gelöst werden kann.

Doch auch der einmalige Seitensprung ist nicht ohne. Die Beweggründe für das Fremdgehen sind oftmals ein fehlendes Selbstbewusstsein des Fremdgehers. Er bekommt vielleicht zu wenig oder gar keine Bestätigung von seinem Partner. Auch das Nicht-verstanden-fühlen kann der Auslöser sein, oder dass der Partner sich gehen lässt und man so das Interesse verliert und sich nach etwas Aufregenderem umschaut. Man vergesse nicht das Sexleben, denn sexuelle Unzufriedenheit kann ebenfalls zu einem Seitensprung führen. Das alles hat aber nicht unebdingt zu bedeuten, dass dein Partner dich nicht liebt.

Die Folgen eines Seitensprungs sind meist Selbstzweifel, Eifersucht, Streit, Rachegedanken, Misstrauen, verlorener Respekt und natürlich ist man zutiefst verletzt als Hintergangener. Doch auch beim Hintergeher kann ein schlechtes Gewissen ausgelöst werden

Befindest du dich allerdings in der Position des ahnungslosen Parts, kannst du anhand von Verhaltensweisen deines Partners feststellen, ob dein Partner dir fremdgeht: Redet ihr kaum noch miteinander? Läuft es schlecht oder gar nicht mehr im Bett? Geht er öfter wieder aus oder bleibt länger nach der Arbeit weg? Verbringt er verdächtig viel Zeit am Handy oder am Computer und schließt schnell das Fenster oder aktiviert die Tastensperre wenn du kommst? Ist er manchmal besonders nett und macht dir Geschenke, als hätte er ein schlechtes Gewissen? Wenn all diese Tatbestände aufeinandertreffen, kannst du vermuten, dass dein Partner dir fremdgeht. Allerdings sind dies keine Indizien, sondern nur Anzeichen. Fange nicht an, dir den Kopf wegen seiner Verhaltensweisen zu zerbrechen. Wichtig ist, dass du deinen Partner im klärenden Gespräch darauf ansprichst und es nicht für dich behältst. Dabei solltest du behutsam an die Sache herangehen, schließlich soll sich dein Partner dir öffnen

Bist du selbst der Fremdgeher und hast es deinem Partner noch nicht gebeichtet, solltest du das so bald wie möglich tun. Je länger du es ihm verschweigst, desto schlimmer machst du es. Es kann immer noch die Möglichkeit bestehen, dass er dir verzeiht, doch leider ist es trotzdem nicht gewiss, ob er es wirklich tut. Schließlich hast du deinen Partner zutiefst verletzt und einen großen Vertrauensbruch begangen. Das heißt jedoch nicht, dass du ihn nicht liebst. Doch auch ein Liebesbeweis und eine ernsthafte Wiedergutmachung kann deinen Partner nicht zu hundertprozentig dazu veranlassen, bei dir zu bleiben.

Nun bist du an der Reihe, die Ursache ausfindig zu machen. Mache dir Gedanken, welche der beschriebenen Symptome in deiner Beziehung auftauchen und es fällt dir leichter, die Ursache festzustellen. Vielleicht wusstest du sie schon von Anfang an und dieser Text hat dir dabei geholfen, die Ursachen zu verstehen.

Schritt 5: Kommunikation - Das klärende Gespräch

Nachdem du dich selbst reflektiert, das Verhalten deines Partners analysiert und dich weitgehend mit den Ursachen einer Beziehungskrise befasst hast, bist du bei dem essentiellsten Schritt, um die Beziehung retten zu können angekommen. In diesem Schritt geben wir dir einen Leitfaden, wie das klärende Gespräch zwischen dir und deinen Partner ablaufen könnte.
Es ist nie vorhersehbar wie ein klärendes Gespräch in so einer schwierigen Phase in einer Beziehung abläuft, dennoch solltest du versuchen, unsere Anregungen und Tipps zu verinnerlichen und sie in deinem bevorstehenden Gespräch anwenden.

1. Auf den Partner zugehen – Schatz, wir müssen reden…

Du hast dir bereits im zweiten Schritt der Partneranalyse darüber Gedanken gemacht, wie dein Partner mit Konflikten umgeht und wann, wie und wo er am empfänglichsten für eine Aussprache sein könnte.
Es ist von großer Bedeutung, dass du dir den richtigen Zeitpunkt aussuchst ein Beziehungsgespräch zu führen. Vor dem Schlafengehen oder direkt nach der Arbeit ist der falsche Zeitpunkt. Suche dir keinen Zeitpunkt aus, indem dein Partner gestresst oder genervt ist. Ein guter Zeitpunkt jedoch könnte sein:

  • Während eines gemeinsamen Spaziergangs
  • Bei dem Abendessen
  • Nach dem Sport

Bitte achte darauf, dass dieses Gespräch unter vier Augen stattfindet und nichts im Raum oder in der Umgebung euch voneinander ablenkt. Während des Beziehungsgesprächs solltest du dich nur auf deinen Partner fokussieren und ihn deine volle Aufmerksamkeit schenken.
Suche dir am besten eine entspannte und harmonische Kulisse für diesen Schritt aus.

Wenn du dir den passenden Ort und Zeitpunkt ausgesucht hast, solltest du dir nun überlegen, wie du das Gespräch anfangen möchtest. Du solltest auf keinen Fall direkt mit der Tür ins Haus fallen. Starte das Beziehungsgespräch mit ein wenig Small-talk und alltäglichen Dingen aus eurem Leben. Danach solltest du dein Anliegen ansprechen. Hier ein paar Beispielsätze, wie du das klärende Gespräch einleiten könntest:

  • „Ich habe das Gefühl, wir haben uns in letzter Zeit ein wenig aus den Augen verloren…“
  • „Wir sollten uns über unsere Beziehung unterhalten, weil…“
  • „Du bist mir wichtig und ich möchte ändern, dass…“
  • „Ich fühle mich nicht gut, weil…“

Ergänzend solltest du beachten, dass du den richtigen Tonfall erwischst, wenn du das Gespräch einleitest. Sprich deinen Partner mit einer sanften und entspannten Stimmlage an und auf gar keinen Fall aufbrausend oder wütend.

2. Klärendes Gespräch – Die Beziehung retten

 

Einsicht zeigen – Bei uns läuft etwas schief

Es ist nun soweit: Du hast dich mit deinem Partner an einem ausgeglichenen Ort zusammengesetzt, um eurer Beziehungskrise direkt ins Auge zu blicken. Du hast deinen Partner bereits behutsam an die Sache herangeführt und ihm klargemacht, worüber du mit ihm sprechen möchtest. Es ist Zeit einzusehen, dass es nicht gut um eure Beziehung steht und dass dringend etwas getan werden muss, um die Beziehung retten zu können. Es kann sein, dass dein Partner sich noch gar keine Gedanken über eure Situation gemacht hat oder sie nicht wahrnehmen will. Daher ist es wichtig, über die Gegebenheiten zu sprechen.

So geht es mir… wie geht es dir?

Es ist von großer Bedeutung, dass du deinem Partner deine Gefühle offenbarst. Teile ihm mit, wie es dir mit der derzeitigen Situation geht. Bleibe bei dir und spreche ausschließlich über deine Gefühle. Dein Partner soll wissen, was in dir vorgeht, um dich zu verstehen.

Wenn du dich ihm geöffnet hast, soll er nun dasselbe tun. Frage deinen Partner, wie es ihm geht und wie er sich fühlt. Es ist wichtig, Urteile und eigene Meinungen außen vor zu lassen. Es geht allein darum, über eure Gefühle zu sprechen. Es wird euch beiden besser gehen, wenn ihr euch ausgesprochen habt.

Zuhören, mitfühlen, verstehen

Dein Partner hat dir seine Gefühle offenbart und sie sollten nicht einfach stehen gelassen werden. Gehe auf sie ein, indem du dich mit ihnen auseinandersetzt. Zeige deinem Partner dein Verständnis und Mitgefühl. Hinterfrage, warum dein Partner diese Gefühle hegt. Höre ihm gut zu und unterbreche ihn nicht. Dein Partner wird sich von dir verstanden fühlen und dein Mitgefühl wertschätzen. Es wird ihn dazu animieren, dir zuzuhören und auch Verständnis für dich und deine Gefühle aufzubringen.

Ich will die Beziehung retten, weil…

Du hast dir ja schon einige Notizen gemacht, wieso du deine Beziehung retten möchtest. Diese kommen nun zum Einsatz. Greife nun zu deinen Notizen oder rufe sie in deinem Gedächtnis hervor. Teile deinem Partner mit, wieso du eure Beziehung retten möchtest und fordere ihn auf, dasselbe zu machen. Wenn ihm auf die Schnelle nichts einfällt, gebe ihm ein wenig Zeit, um sie ebenfalls aufzuschreiben. Sofort herrscht ein entspannteres Klima zwischen euch, nachdem ihr euch ausgetauscht habt. Ihr fühlt euch wieder gegenseitig wertgeschätzt und gleichzeitig motiviert, die Beziehung wieder neu aufleben zu lassen.

Warum läuft es nicht gut?

Doch natürlich müssen auch die unangenehmen Themen in eurem Gespräch angesprochen werden. Erzähle deinem Partner von deinen Vermutungen, wieso eure Beziehung den Bach runtergeht:

  • Habt ihr zu wenig Zeit füreinander?
  • Lebt ihr euch auseinander?
  • Gab es einen Seitensprung?

Vergiss dabei nicht, Ruhe zu bewahren und nicht laut oder ausgefallen zu werden. Sollte dein Partner es aber werden, versuche ihn mit sanfter Stimme zu beruhigen und ihn daran zu erinnern, wobei es in eurem Gespräch geht. Durch die Festlegung der Ursache seid ihr wieder einen Schritt weiter. Kennt ihr die Ursache, könnt ihr gemeinsam die Symptome bekämpfen und vorbeugen.

Auf eine bessere Zukunft

Es ist einfacher gesagt als getan, aber ihr solltet nach eurer Aussprache mit der Krise gemeinsam abschließen. Lasst das Vergangene hinter euch und verzeiht euch gegenseitig für eure Fehler. Das bedeutet nicht, dass ihr sie vergessen sollt. Aber ihr könnt um Entschuldigung bitten und versichern, es in Zukunft besser zu machen.

Steckt eure Energie in eure gemeinsame Zukunft und verschwendet sie nicht damit, am Vergangenen festzuhalten. Der Fokus sollte nun auf den Veränderungen und der gemeinsamen Zielsetzung liegen. Es bringt nichts, auf den vergangenen Fehlern zu beharren und sie immer wieder aufs neue auszugraben, denn dann bewegt ihr euch bloß auf der Stelle.

So schwer es auch sein mag: Begrabt euer Kriegsbeil und blickt gemeinsam nach vorne. Nur so gelingt es euch, den richtigen Weg in eine harmonische Beziehung zu wiederzufinden.

3. Gemeinsam Ziele setzen, um die Beziehung zu retten

Du hast mit deinem Partner das klärende Gespräch gesucht und ihr habt gemeinsam die Beziehungskrise erkannt und gemeinsam abgeschlossen. Nun ist es fundamental, dass ihr euch zusammen Ziele setzt und beginnt an der Beziehung zu arbeiten.

Auf die Bedürfnisse meines Partners eingehen

Das Erste, womit ihr starten solltet ist, eure gegenseitigen Bedürfnisse besser zu verstehen und darauf einzugehen. Der Schlüssel hierfür liegt in der Kommunikation innerhalb eurer Beziehung. Du hast dir bereits im Schritt der Selbstreflexion Gedanken darüber gemacht, was dich in der Beziehung stört und was dir fehlt.
Setze dir gemeinsam mit deinem Partner als Ziel, dass ihr euch stetig darüber berichtet, was euch fehlt und was ihr braucht um glücklich zu sein in der Beziehung. Besprecht zusammen eure gegenseitigen Bedürfnisse und schreibt Sie auf.
Außerdem ist es wichtig, dass du deinem Partner signalisierst, dass du dir seine Bedürfnisse wirklich zu Herzen nimmst.

Ziel: Über Bedürfnisse sprechen

Mehr Kommunikation in der Beziehung betreiben

Besonders wenn du merkst, dass ihr euch in der Beziehung auseinander gelebt habt oder die Zeit fehlt für die Beziehung, ist dieses Ziel von fundamentaler Bedeutung. Gerade nach einer Beziehungskrise fällt es einem schwer, wieder richtig miteinander zu kommunizieren. Deswegen ist es wichtig, dass ihr euch als gemeinsames Ziel setzt, mehr miteinander zu sprechen. Jedoch ist dies auch meistens der einzige Weg, die Beziehung retten zu können.
Gewöhnt euch wieder an, euch über alles Mögliche, was in eurem Leben passiert, zu sprechen. Versucht am Morgen oder Abend immer wieder voneinander zu erzählen, was im Alltag oder an der Arbeit passiert ist. Beginnt wie verrückt wieder über alle noch so banalen Dinge zu sprechen, auch wenn sie in deinem Auge vielleicht als langweilig erscheinen. So verliert ihr euch nicht aus den Augen und wisst stets über die derzeitige Lebenslage des Partners bescheid.

Ziel: Mehr miteinander sprechen

Richtig Streiten in einer Beziehung

In einer Beziehung ist Streiten vollkommen normal. Dennoch ist es wichtig, um die Beziehung retten zu können, richtig streiten zu lernen. Denn auch im Streit gibt es viele Dinge, die man beachten muss:
Das wichtigste in einem Beziehungsstreit ist, dass man Verantwortung für sein Verhalten übernimmt. Anstatt den Gegenüber mit „Du-Klagen“ oder Vorwürfen zu bombardieren, solltest du es mithilfe der “Ich-Formulierung” versuchen, um deine Sichtweise und deine Gefühle zu schildern.

Beispiel: „Wie kannst DU nur den Geburtstag meiner Mutter vergessen? DU bist so rücksichtslos und egoistisch!“

Die richtige Variante lautet: „ICH hätte mir gewünscht, dass du an den Geburtstag meiner Mutter gedacht hättest. ICH bin enttäuscht und sauer deswegen.“

Außerdem ist es wichtig, während des Streits sachlich zu bleiben und spezielle Situationen anzusprechen, anstatt zu Verallgemeinerungen wie „Immer” oder “Nie” zu greifen.
Des Weiteren sollte man Pausen während der Diskussion einlegen, um nachzufragen, was der Gegenüber bis jetzt tatsächlich verstanden hat.
Oft geht es bei einem Beziehungsstreit heiß her und die eigenen Gefühle überlaufen einen. Dennoch sollte man darauf achten, dass man den anderen aussprechen lässt, seine Anliegen wirklich verinnerlicht hat und trotz allem den Respekt nicht vor dem Streitpartner verliert und ausfällig wird, egal wie verärgert man auch erscheinen mag.
Nie zu vergessen in einem Streit ist außerdem, dass man – so schwer es auch ist – eigene Fehler und Schwächen gegenüber dem Partner eingesteht und auch Kompromisse eingeht.

Ziel: Richtig Streiten in der Beziehung lernen

Wochenplan für die Beziehung erstellen

Das nächste Ziel, was ihr euch setzen solltet, ist einen Wochenplan zu erstellen. Gerade bei Paaren, bei denen es aus Mangel von Zeit zu einer Beziehungskrise kommt, ist dies ein essentieller Schritt.
Nehmt euch Zeit und setzt euch gemeinsam hin und erstellt einen Wochenplan, wie man es aus der Schulzeit kennt.
Plant eure Arbeitszeiten für die verschiedenen Wochentage ein. Anschließend setzt ihr euch feste Termine, an denen ihr zusammen etwas unternehmt, eure Beziehung gemeinsam reflektiert und euren Fortschritt misst, Zeit für Intimitäten und Zweisamkeit, aber auch Zeit für einen selbst. Diese Zeit könnt ihr nutzen, um eigenen Hobbys nachzugehen oder Freunde alleine zu treffen.
Versucht, eure verschiedenen Tagesabläufe bestmöglich aufeinander abzustimmen, um Zeit für die Beziehung zu schaffen.

Ziel: Wochenplan erstellen – Zeit für die Beziehung einplanen

Das Liebesleben auffrischen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer erfüllten und gesunden Beziehung ist das Intimleben. Gerade in einer Beziehungskrise, die unter zu wenig Zeit oder unter einem Seitensprung leidet, ist es essentiell, dass man sich mit seinem Liebesleben beschäftigt. Um die Beziehung aufzufrischen und auch wieder körperlich den Draht zueinander zu finden, hilft es frischen Wind ins Bett zu bringen.
Setzt euch als Ziel stetig neue aufregende Sachen im Bett auszuprobieren. Finde heraus, was deinem Partner besonders gefällt und auch dir selber. Versucht kontinuierlich neue Dinge auszuprobieren, um euer Liebesleben nicht einrosten zu lassen.

Ziel: Neue Erfahrungen sammeln im Bett

Schritt 6: Ziele umsetzen - Eine Partnerschaft bedeutet Arbeit

Ihr habt nun eure Ziele und Änderungen besprochen. Jetzt kommt es zu einem weiteren sehr wichtigen Punkt: Die Umsetzung. Denn wenn ihr nicht wirklich das umsetzt, was ihr euch vorgenommen habt, war alles schlicht weg umsonst und es wird alles so bleiben wie es ist. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, sowie jeder die Verantwortung für sich selbst trägt.
Die besprochenen Ziele notiert ihr am besten stichpunktartig auf einem Zettel. Ob ihr ihn am Kühlschrank aufhängt oder in der Schreibtischschublade verstaut bleibt euch überlassen, Hauptsache, ihr habt sie verinnerlicht. Schaut  euch die Ziele am besten nochmal gemeinsam an und bestärkt euch gegenseitig, diese auch erreichen zu wollen.
Um auch wirklich etwas ändern zu können, muss man natürlich für die Durchführung Zeit einplanen. Setzt euch mindestens einmal in der Woche zusammen und besprecht, was eurer Meinung nach besser gelaufen ist, oder was nicht so gut gelaufen ist.

Zum Beispiel: „Ich finde es schön, dass du dir einen Abend für mich frei genommen hast, um etwas Essen zu gehen.“ Oder: „Ich finde es schade, dass du es nicht geschafft hast, die Küche aufzuräumen.“ 

So bestärkst du einerseits deinen Partner, wenn er etwas gut gemacht hat. Andererseits sprichst du ihn darauf an, wenn etwas nicht gut gelaufen ist, um an die Zielsetzung zu erinnern und die Beziehung kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig reflektiert ihr euch gegenseitig und könnt die Fortschritte in eurer Beziehung verfolgen.
Die Arbeit auf eure gemeinsamen Ziele hin sollten zur Gewohnheit gemacht werden. Und habt ihr diese erreicht, sollten diese zur Gewohnheit gemacht werden. Denn eine Beziehung braucht kontinuierliche Arbeit und Engagement, damit sie funktioniert. Wenn die Ziele nach einiger Zeit wieder vernachlässigt werden, fällt man in alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster. Es ist wichtig, diese nicht aus den Augen zu verlieren. Die Beziehung und die Zielsetzung sollten erstmal Priorität haben. Verzichte einen Abend auf einen Kinofilm mit deinen Freunden, um bei deinem Partner zu sein. Meckere nicht an ihm rum, nur weil dir nicht gefällt, was er anhat.
Fokussiert euch auf die Zielsetzung und vor allem aufeinander, um wieder eine gesunde Beziehung führen zu können.

Schritt 7: Prävention - Wie beuge ich eine Beziehungskrise vor?

Der letzte Schritt zeigt dir, wie du eine Krise erkennst und vorbeugst, um deine Beziehung aufrechtzuerhalten.
Je früher man eine Beziehungskrise erkennt, desto besser. Denn dann ist das Paar noch in der Lage, die Signale für eine Beziehungskrise wahrzunehmen und etwas dagegen zu tun.

1. Unterstützung des Partners – Stärke ihm den Rücken

In einer Partnerschaft ist es wichtig, dass man sich gegenseitig unterstützt und sich aufeinander verlassen kann. Sei es im Haushalt oder anderen Vereinbarungen.

Lässt die Unterstützung des Partners allerdings nach, ist das ein Anzeichen für eine nahliegende Beziehungskrise. Jeder geht nur noch seinen eigenen Interessen nach und hält sich nicht mehr an Absprachen. Hier sollte die Alarmglocke läuten.

Es ist nun wichtig, dass du deinen Partner darauf ansprichst und die Situation nicht als vorübergehende Phase hinstellst. Denn dann könnte genau das Gegenteil einbrechen. Das Verhalten wird zur Gewohnheit und führt zu einer Unausgewogenheit der Beziehung – einer Beziehungskrise.

Mache ihm bewusst, wie wichtig dir seine Unterstützung und die Einhaltung jeglicher Absprachen ist.

2. Respektvoller Umgang – der Grundbaustein für eine gesunde Beziehung

Der respektvolle Umgang miteinander ist ein fundamentaler Grundbaustein für eine gesunde Beziehung. Rücksichtnahme und die gleiche Augenhöhe sind hier die Schlüsselwörter einer respektvollen Beziehung. Ist das allerdings nicht der Fall und man legt bedingt Wert auf Respekt in der Beziehung, steht man vor einer Krise. Man macht sich über seinen Partner lustig, behandelt ihn herablassend oder kritisiert ihn öfter als früher. Treten diese Anzeichen bei dir auf, solltest du dringend etwas unternehmen. 

Sprich mit deinem Partner darüber und setze ihn über deine Gefühle in Kenntnis. Sage ihm, dass dich sein Verhalten verletzt und du dich von oben herab behandelt fühlst. Du solltest dir auch darüber Gedanken machen, wieso dein Partner so handelt. Vielleicht fühlt er sich von dir ungerecht behandelt oder vernachlässigt.

3. Lebhafte Kommunikation 

Lebhafte Kommunikation ist vor allem in einer Beziehung von großer Bedeutung. Sie trägt dazu bei, dass der Partner weiß, in welcher Lebenslage sich der andere befindet.
Findet keine gute Kommunikation statt, deutet das auf eine Beziehungskrise hin. Wenn du merkst, dass dein Partner nicht mehr über seine Gefühle oder Erlebnisse spricht und sich auch nicht für deine interessiert, ihr euch nach Streits nicht aussprecht, kaum noch Gespräche führt und ihr nur noch der Routine folgt, solltest du das klärende Gespräch mit deinem Partner aufsuchen. Sage ihm, dass du gerne mehr über seine und deine Gefühle und Erlebnisse sprechen möchtest.

4. Gemeinsame Unternehmungen & Rituale – Momente der Zweisamkeit

Eine funktionierende Beziehung bietet Freiraum und andererseits Zweisamkeit und gemeinsame Unternehmungen.
Fühlt der Partner sich allerdings eingeengt von dem anderen, oder überfordert mit seiner Situation, kommt das Verhältnis zwischen Freiraum und Zusammensein aus dem Gleichgewicht. Der Partner möchte alleine seine Interessen verfolgen und nichts mehr gemeinsam unternehmen.
Stehst du vor solch einer Krise, dann solltest du der Sache auf den Grund gehen. Frage deinen Partner, wieso er sich zurückgezogen hat. Gehe auf seine Gefühle und Bedürfnisse ein.

8. Schritt: Experten-Tipps

Lasse deinen Partner deine Liebe wieder spüren mit diesen 3 einfachen Tipps.
Die folgenden Tipps verraten dir, wie du deinem Partner deine Liebe und Zuneigung spüren lassen kannst.

 

Anerkennung schenken & Komplimente machen

Anerkennung zu schenken und Komplimente zu machen sind gute Möglichkeiten, deine Liebe zum Ausdruck zu bringen und sie deinen Partner spüren zu lassen. Du kennst das Gefühl bestimmt selber, wenn dir jemand ein Kompliment macht oder dir für das, was du tust, Anerkennung schenkt. Du fühlst dich wertgeschätzt und bestätigt.

Ziel ist, dass dein Partner sich genauso fühlt. Am besten kommt ein kurzes und aussagekräftiges Lob an. Du kannst nicht nur zum Wohlergehen deines Partners beitragen, sondern ihn dazu verleiten, Gutes für die Beziehung zu tun.

Beispiel: „Ich finde es toll, dass du den Müll rausgebracht hast.“ „Du kannst so super kochen, ich liebe dein Essen einfach.“ 

Auch ermutigende Worte können deinen Partner in schwierigen Zeiten dazu bewegen, Hürden zu überwinden. Setze dir zum Ziel, deinem Partner mindestens einmal in der Woche ein Kompliment zu machen oder ihm Ankerkennung für seine Taten zu schenken. Du wirst merken, wie sich das Klima in eurer Beziehung verbessert.

Geschenke machen

Eine sehr gebräuchliche und doch wirkungsvolle Art, deinem Partner deine Liebe zu zeigen, ist das Schenken. Du beweist deinem Partner mit einem Geschenk, dass er dir etwas bedeutet und dass du an ihn denkst, selbst wenn er körperlich nicht anwesend ist.

Ganz egal, ob es ein Kochabend, etwas Selbstgemachtes oder eine Urlaubsreise ist; dein Partner wird sich darüber freuen, denn beim Schenken geht es um die Geste. Doch nicht jeder steht auf Geschenke. Manch einen kann man mit einem Geschenk nicht beeindrucken, den anderen schon. Hast du bereits gemerkt, dass dein Partner die zweite Sorte Mensch ist, so solltest du ihm in Zukunft genau zuhören. Denn wir überhören meistens, wenn der Partner bewusst oder unbewusst einen Wunsch über die Lippen bringt.

Beispiel: „Diese Schuhe habe ich mir schon immer gewünscht, aber ich bin einfach zu geizig um ihn mir zu kaufen.“

Am besten schreibst du dir dieses Signal direkt irgendwo auf, damit du es nicht vergisst. Du wirst sehen, was für eine Freude du in deinem Partner auslösen wirst, wenn du mit den niegelnagelneuen Schuhen um die Ecke kommst. Natürlich kann man nicht erwarten, dass du jedes Mal, wenn dein Partner dir ein Signal gibt, ihm auch seinen Wunsch erfüllst. Aber du kannst mal versuchen, deinem Partner einmal in der Woche ein persönliches Geschenk zu machen. Seien es Blumen, Schokolade oder ein Zettel, wo „Ich liebe dich“ draufsteht. Du wirst sehen, welche positiven Auswirkungen diese Geschenke auf deine Beziehung haben.

Aufrichtiges Interesse zeigen, um die Beziehung zu retten

Manchmal braucht dein Partner kein Kompliment oder ein Geschenk, um sich gut zu fühlen, sondern einfach nur deine Gegenwart. Nichts ist schöner, als mit dem geliebten Partner zusammen zu sein.

Zeige deinem Partner, dass du gerne mit ihm Zeit verbringst und dich auch für seine Angelegenheiten interessierst. Dafür eignet sich am besten ein gemeinsames Abendessen zu zweit oder einfach nur ein Zusammensitzen auf der Couch. Hauptsache, der Gegenüber ist von nichts abgelenkt und kann sich allein auf den anderen fokussieren. Zeige deinem Partner dein aufrichtiges Interesse, indem du ihn fragst, wie es ihm geht und wie sein Tag war. Wenn er dann anfängt zu erzählen, höre ihm aufmerksam zu und unterbreche ihn nicht. Gebe ihm nur deinen Rat, wenn er darum bittet. Denn manchmal möchte man einfach nur, dass einem zugehört wird. Dein Partner wird von ganz alleine anfangen, von seinen Gefühlen und Problemen zu sprechen wenn er merkt, dass du dich aufrichtig dafür interessierst und er sich von dir verstanden fühlt.

Wenn dein Partner sich ausgesprochen hat, bist du an der Reihe zu erzählen. Ihr solltet versuchen, das Ritual einzuführen, euch jeden Abend Zeit füreinander zu nehmen, um voneinander zu erzählen und einander zuzuhören. Eure Beziehung wird stärker als jemals zuvor sein.

2 Kommentare

  1. Annika

    Ich habe mich lange gefragt wie ich meine Beziehung retten kann.. Es war wirklich eine sehr lange Beziehungskrise die ich mit meinem Freund durchlebt habe. Mit eurem Ratgeber habt ihr uns beiden gezeigt, dass es auch anders geht. Wir arbeiten uns langsam vor zu einer neuen harmonischen Beziehung und hoffen dass wir nie wieder eine Beziehungskrise überwinden müssen.

    Antworten
    • Beziehung

      Wir freuen uns sehr über deine positive Resonanz. Ich hoffe wir konnten dir helfen deine Beziehung retten zu können.

      Liebe Grüße dein Beziehung Retten Guru Team

      Antworten

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